文档介绍:Deutsche Literaturgeschichte II:
Deutsche Literatur 1050/60 – 1160/1170
„Frühmittelhochdeutsche Literatur“
Skriptum zur Vorlesung von
Prof. Dr. Martin Przybilski,
Universität Trier,
Sommersemester 2004
Christoph Baldes ©
Frühmittelhochdeutsche Literaturgeschichte 1. Sitzung 27. 04. 04
Einführung - Begriff
Datierung und Lokalisierung:
• Datierung: zwischen 1050/60 und 1160/70
• Die frühmittelhochdeutsche Literatur den Neuanfang der literarischen Entwicklung im
deutschsprachigen Raum des „Heiligen römischen Reiches deutscher Nationen“ zur Herrschaftszeit
der Salier (zuvor: Karolinger, Ottonen)
•„deutschsprachiger Raum“: mittelöstliche Teil des Reiches; weite Teile des Reiches sind romanisch
geprägt: altfranzösisch und italienisch (Burgund, Lothringen, Stiefel)
Der Begriff:
•„früh“ erste schriftlich gewordenen Sprachform der neuen, dem Althochdeutschen nachfolgende
Sprachform
•„mittel“ die neue Sprachform ist zwischen dem alt- und der neuhochdeutschen Sprachform
anzusiedeln
•„hoch“ die Literatur ist quantitativ auf den Sprachraum südlich der „maken ↔ machen-Grenze“
(niederdeutsch/hochdeutsch) eingegrenzt. Das ändert sich erst ab dem 13. jahrhundert.
Zum Hochdeutschen gehören sowohl das Mittel- als auch das Oberdeutsche (appel/apfel).
Schriftdialektische Untergruppen sind: Schlesisch, Obersächsisch, Moselfränkisch,
Hessisch, Rheinfränkisch, Ripuarisch und Bairisch, Schwäbisch Alemanisch, Ostfränkisch,
Sürheinfränkisch
Bedeutung der Schriftdialekte: Bestimmung Herkunft der Handschriften und durch
Rekonstruktion über bekannte Regeln bei der Umsetzung von Lautvarianten in den
Dialekten auch Herkunft des Originaltextes
•„deutsch“ Abgrenzungsbegriff aus dem gotischen *peod = Volk. Es handelt sich also nicht um einen
geographischen, sondern einen soziologisch-kulturellen Begriff. „Deutsch“ d